Im Jahr 2014 galt für die Gemeinde Siek ein Grundsteuerhebesatz von 260%. Im gesamten Kreis Stormarn variierte dieser Hebesatz von 200% (Hamfelde) bis 400% (Delingsdorf). Hamfelde hat auch für das Jahr 2015 den Hebesatz nicht angehoben, Delingsdorf hat um weitere 20%-Punkte auf 420% angezogen. >alle Kommunen in Stormarn als Tabelle
Stellen wir uns einmal vor, dass das Grundeigentum der Beispielrechnungen in einer anderen Gemeinde stehen würde. Welche Grundsteuer wäre dann zu zahlen?
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Jahr 2014, jährliche Grundsteuer |
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Hamfelde (200%) |
Siek (260%) |
Delingsdorf (400%) |
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ETW, ca. 70m², |
98,06 € |
-23,1% |
127,48 € |
196,12 € |
53,8% |
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RH (EFH), ca. 140m², |
167,22 € |
-23,1% |
217,39 € |
334,44 € |
53,8% |
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Jahr 2015, jährliche Grundsteuer |
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Hamfelde (200%) |
Siek (310%) |
Delingsdorf (420%) |
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ETW, ca. 70m², |
98,06 € |
-35,5% |
151,99 € |
205,93 € |
35,5% |
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RH (EFH), ca. 140m², |
167,22 € |
-35,5% |
259,19 € |
351,16 € |
35,5% |
Schleswig-Holstein
In Schleswig-Holstein erhebt Elisabeth-Sophien-Koog den niedrigsten Hebesatz iHv 100%. Die Gemeinde liegt auf auf Nordstrand und gehört zum Amt Nordsee Treene. Sofern die o. g. Beispieleigenheime auf der Insel hätten gebaut werden dürfen, würde man aktuell 67,7% Grundsteuer sparen. Der Gewerbesteuerhebesatz beträgt hier allerdings 350%.
In der Landeshauptstadt Kiel mit einem Grundsteuerhebesatz von 500% müssten wir aktuell 61,2% mehr Grundsteuer bezahlen als in Siek. Allerdings hätten hier in Kiel voraussichtlich andere finanzielle Sorgen; z. B. liegt allein der Grundstückspreis schon wesentlich höher.
Bundesweiter Vergleich
Den bundesweit niedrigsten Grundsteuerhebesatz hat die Stadt Ingelheim an Rhein am 2. Februar 2015 erneut beschlossen. In der rheinland-pfälzischen Stadt mit rund 25.000 Einwohnern müssen seit Jahren 80% des Steuermessbetrags gezahlt werden. Die Grundsteuer ist damit nur gut 1/4 so hoch wie bei uns in Siek.
In der drittkleinsten Gemeinde Deutschlands wird seit Jahren der höchste Grundsteuerhebesatz von 900% erhoben. Sollten unsere Beispielobjekte in der 12 Einwohner Gemeinde Dierfeld (Rheinland-Pfalz) liegen, wäre jährlich fast das Dreifache an Grundsteuer fällig.